Choralle zu Besuch im fränkischen Versailles

Am vorletzten Septemberwochenende unternahmen die Sängerinnen und Sänger von „Choralle“ eine zweitägige Bahnreise nach Würzburg. Gleich nach der Ankunft im Hotel wurde am Samstagmittag als erstes der Main auf der Alten Mainbrücke überquert, die nach dem Vorbild der berühmten Karlsbrücke in Prag mit zahlreichen lebensgroßen Heiligenfiguren bestückt ist. Unmittelbar danach ging es steil bergaufwärts zur Festung Marienberg. Dort wurden die Teilnehmer in über 100 Meter Höhe mit einem grandiosen Panoramablick über die Mainmetropole  belohnt. Der anschließende Rundgang durch die Gassen der Altstadt führte die Gruppe an vielen historischen Gebäuden vorbei, die wie der traditionsreiche Grafeneckert, der riesige St. Kilians-Dom, die zierliche  Marienkapelle  oder das wunderschöne Falkenhaus am Untermarkt nach den Zerstörungen im II.Weltkrieg in alter Schönheit wiedererstanden. Die Stadterkundung endete mit dem Besuch des  prunkvollen Barockschlosses der Würzburger Fürstbischöfe. Die in ihrer Größe und Pracht sehr an Versailles erinnernde Residenz zählt zu den bedeutendsten Europas und zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bei einer Führung durch das Schloss faszinierten vor allem das  einzigartige ausgemalte Treppenhaus sowie das wundersame Spiegelkabinett die Besucher aus dem Lipperland. Ein gemütliches Abendessen in einem Altstadtlokal mit typisch fränkischer Küche ließ diesen abwechslungsreichen Tag allmählich ausklingen.

Am Sonntagmorgen stand der Besuch des Juliusspitals auf dem Programm – einer in  ihrer Art einzigartigen Anlage aus Krankenhaus, Altenheim und Weingut, die unter Bischof Julius Echter  Ende des 16. Jh. errichtet und im 18. Jh. im Barockstil umgebaut wurde. Auf der Führung durch das riesige Areal fand neben dem Besuch der im Originalzustand erhaltenen Rokokoapotheke vor allem die Besichtigung des Holzfasskellers mit seinen über 200 Weinfässern großen Anklang. Dort erfuhren die lippischen Gäste alles über den Weinanbau rund um Würzburg und konnten sich anschließend bei einer Weinprobe von der Qualität der Frankenweine überzeugen, bevor es am frühen Nachmittag dann wieder heimwärts ging. (Friedrich Krüger)

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